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Menschenversuche in der Weimarer Republik

Andreas Jens Reuland

Inhaltsverzeichnis

1          VORWORT    1

2          DIE DISKUSSION ÜBER MENSCHENVERSUCHE BIS 1918     5

2.1       DIE DISKUSSION ÜBER MENSCHENVERSUCHE VON 1890 BIS 1902 UND DER FALL NEISSER            7

2.2       DER PREUßISCHE ERLASS ÜBER MENSCHENVERSUCHE 1900        15

2.3       DIE STELLUNGNAHME DER ÄRZTESCHAFT ZU EXPERIMENTEN BIS 1902           23

2.4       DIE STELLUNGNAHME VON JURISTEN UND EINZELNEN ÄRZTEN ZU EINWILLIGUNG, AUFKLÄRUNG UND EXPERIMENTATIONSRECHT      26

2.5       DIE DISKUSSION VON 1902 BIS 1918     34

2.5.1    Die Einführung der Friedmannschen Tuberkuloseschutzimpfung            35

2.5.2    Die klinische Erprobung des Salvarsans           40

2.5.3    Die Zeit des ersten Weltkrieges            44

3          DOKUMENTATION DER VERSUCHE VON 1919 BIS 1933       45

3.1       PÄDIATRISCHE EXPERIMENTE    46

3.1.1    Infektionsversuche       49

3.1.2    Scharlach         50

3.1.3    Diphtherie        56

3.1.4    Masern            58

3.1.5    Weitere Experimente an Kindern         62

3.2       DERMATOLOGISCHE EXPERIMENTE     69

3.2.1    Herpes zoster und Varizellen    70

3.2.2    Herpes labialis und genitalis      73

3.2.3    Pilzübertragungen         78

3.2.4    Gonorrhö         82

3.2.5    Syphilis            84

3.2.6    Weitere dermatologische Experimente  89

3.3       CHIRURGISCHE EXPERIMENTE   93

3.4       GYNÄKOLOGISCHE EXPERIMENTE       94

3.5       PHARMAKOLOGISCHE EXPERIMENTE 96

3.5.1    Vigantol           97

3.5.2    Gynergen         102

3.5.3    Erprobung weiterer Arzneimittel           104

3.6       DIAGNOSTISCHE EXPERIMENTE            105

3.7       PHYSIOLOGISCHE EXPERIMENTE          107

3.8       BEHANDLUNGSVERSUCHE MIT LEBENDEN ERREGERN      109

3.8.1    Malariainfizierungen zur Behandlung der Syphilis          110

3.8.2    Erysipelinfizierungen zur Behandlung der Syphilis          111

3.8.3    Die klinische Erprobung des Saprovitans          113

4          DIE ÖFFENTLICHE DISKUSSION VON 1919 BIS ZUR LÜBECKER SÄUGLINGSKATASTROPHE 1930            116

4.1       DIE VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE 1927 WIEDERBEGINNENDE DISKUSSION ÜBER  HUMANEXPERIMENTE      117

4.1.1    Die Rolle der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung des Kurpfuschertums   118

4.1.2    Die Rolle der Naturheilkundler und die Diskussion über eine Krise der Medizin           120

4.2       DIE AUFSEHEN ERREGENDEN VERÖFFENTLICHUNGEN DER BIOLOGISCHEN HEILKUNST   124

4.3       JULIUS MOSES - DER BEDEUTENDSTE KRITIKER DER MENSCHENVERSUCHE IN DER WEIMARER ZEIT    135

4.3.1    Julius Moses - sein Leben        135

4.3.2    Julius Moses - seine Motivation           138

4.3.3    Julius Moses - sein „Kampf gegen die Experimentierwut“         141

4.4       DIE REAKTIONEN AUF MOSES’ ARTIKEL        147

4.4.1    Öffentliche Stellungnahmen       147

4.4.2    Der Entschluss der Berliner Ärztekammer über Heilversuche    151

4.4.3    Reaktionen auf den Entschluss  154

4.4.4    Abderhaldens Umfrage zu Menschenversuchen            156

4.4.5    Reaktionen auf Abderhaldens Umfrage            160

4.4.6    Einzelne Antworten von Ärzten und Juristen auf Moses’ Artikel           161

4.5       EIN GESETZENTWURF UNTER MITWIRKUNG MOSES’: „EIN RIEGEL FÜR DIE EXPERIMENTIERWUT“       166

4.5.1    Eine Zeitungsumfrage unter Strafrechtsprofessoren zu dem Gesetzentwurf        169

4.6       DIE STELLUNGNAHME DER JURISTEN VON 1914 BIS 1933   172

4.6.1    Einwilligung      172

4.6.2    Aufklärung       173

4.6.3    Experimentationsrecht  175

4.7       DIE ENTSTEHUNG DER RICHTLINIEN FÜR NEUARTIGE HEILBEHANDLUNG UND FÜR DIE VORNAHME WISSENSCHAFTLICHER VERSUCHE AM MENSCHEN 1930  180

4.7.1    Moses’ Entwurf zu neuen Richtlinien    180

4.7.2    Die Beratung neuer Richtlinien im Reichsgesundheitsrat            183

4.7.3    Die Referate     184

4.7.4    Die Richtlinien  189

4.7.5    Das Echo auf die Richtlinien     194

4.8       ERSTE FORDERUNGEN EINER ETHIKKOMMISSION  197

4.9       DIE LÜBECKER IMPFKATASTROPHE NACH BCG-SCHUTZIMPFUNG 1930           201

4.9.1    Die Lübecker Schutzimpfung - ein Menschenexperiment?        210

4.9.2    Die mangelhafte Aufklärung der Eltern in Lübeck         219

5          DIE ARGUMENTE IN DER DISKUSSION UM MENSCHENVERSUCHE                                 225

5.1       DIE ARGUMENTE ZUR VERTEIDIGUNG DES MENSCHENVERSUCHS         225

5.1.1    Suprema lex salus publica        226

5.1.2    Der Wissenschaft darf „ein Hemmschuh nicht angelegt werden“           227

5.1.3    Nicht der Arzt, sondern der Patient muss das Risiko des Experimentes ertragen          227

5.1.4    Ein bisschen „nocere“ erlaubt - geringe Beeinträchtigungen müssen in Kauf genommen werden.           228

5.2       DIE ARGUMENTE ZUR VERTEIDIGUNG DES SELBSTBESTIMMUNGSRECHTS DES PATIENTEN            229

5.2.1    Suprema lex salus aegroti         229

5.2.2    Die Heilung ist wichtiger als die Forschung       232

5.2.3    Das Flugzeugkonstrukteurargument: Der Arzt muss das Risiko für das Experiment selbst tragen           233

5.2.4    Nihil nocere - Ärzte dürfen dem Kranken nicht schaden           235

6          THESEN         237

6.1       THESEN ÜBER DIE PROBANDEN 237

6.1.1    Die Probanden waren stumm, unwissend, misstrauisch und unsichtbar                         237

6.1.2    Die Experimente an Armen waren eine soziale Ungerechtigkeit 238

6.1.3    Experimente an Todkranken und Sterbenden waren selten geworden   245

6.1.4    Experimente an Prostituierten waren häufig       247

6.1.5    Experimente an Geisteskranken und Paralytikern wurden häufig durchgeführt mit allem, was Fieber machte     248

6.1.6    Experimente an Strafgefangenen und zum Tode Verurteilten wurden manchmal verlangt, aber nie bewilligt       251

6.2       THESEN ÜBER DIE FORSCHER     254

6.2.1    In der Weimarer Zeit grassierte keine außergewöhnliche „Experimentierwut“, wie Julius Moses behauptete     254

6.2.2    Die Sprache der Forscher in den Fachzeitschriften war ein unüberlegter wissenschaftlicher Jargon       256

6.2.3    Selten zugestimmt und kaum aufgeklärt: Es gab in der Weimarer Republik keinen „informed consent“  261

6.2.4    Es ist nicht belegt, dass deutsche Forscher vor 1933 bedenkenloser experimentierten als ausländische Forscher            268

6.2.5    Es fehlte an Kritik aus der Ärzteschaft  270

7          AUSBLICK    274

8          QUELLENNACHWEIS         278

8.1       ABBILDUNGEN        278

8.2       UNGEDRUCKTE QUELLEN           279

8.3       GEDRUCKTE QUELLEN     280

9          PERSONENVERZEICHNIS 305

Die Kapitel 3 und 4 können online ohne Fußnoten gelesen werden.